Schillerblog.de - der Schillernde Blick auf die Baubranche

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Digital Planen und Bauen mit einem realen BIM.together zur BAU 2017

02.01.2017

Die gedankliche Vorwegnahme des Bauens kann in digitalen Bauwerksmodellen komplex mit Informationen aus verschieden Fachdisziplinen vernetzt werden. Mit den Erfahrungen der Anwender und dem Baufachwissen Dritter (z.B. DIN-Normen) wird mit Software modelliert. Analog sind aus dem IT-Modell Kosten und Leistungen für Geschäftsprozesse ableitbar. Ebenso kann aus einem digitalen Modell über einen 3D-Drucker auch ein stoffliches Modell hergestellt werden. Es ist ein Fertigungsprozess in BIM-Miniatur. Die Beziehungen zwischen Räumen und Bauteilen werden dann selbst für Laien offensichtlich.

Für das digitale Planen und Bauen liefern verschiedene Informations- und Softwareanbieter die digitalen Rohstoffe und Werkzeuge. Deren Zusammenwirken wird auf 5 Messeständen durch die Aktion BIM.together am digitalen und fassbaren Modell demonstriert. Dies erfolgt standardisiert nach IFC (ISO 16739), DIN SPEC 91400 und 91350, wobei Inhalte aus DIN-Baunormen, VDI-Richtlinien und Fachregeln des Deutschen Dachdeckerhandwerks mit STLB Bau und Dynamischen BauDaten direkt im BIM-Prozess vernetzt werden. So wird der verlinkte BIM-Datenaustausch von Bauwerksmodellen und Leistungsverzeichnissen konkret über den Export und den Import von BIM-LV-Container praxisnah erlebt.

Laasenhof

Am Beispiel des Realobjektes laasenhof.de wurde ein räumliches Geometriemodell inklusive seiner Bauteile nach DIN SPEC 91400 mit Autodesk Revit® erfasst. Dies erfolgte mit DBD-BIM, wodurch kompatibel zu STLB-Bau auch Regeln der Technik verknüpft sind. Durch Verlinkung nach der DIN SPEC 91350 können dann Kosten und Leistungen mit dem BIM-LV-Container offen ausgetauscht werden.

Das gedruckte Modell nach Building Information Modeling ist als räumliches Bauteilgefüge selbst Information an sich und gleichzeitig auch ein anschauliches Bezugssystem für damit verknüpfte Informationen. Eindrucksvoll wird über ein Explosionsmodell das Gebäude als Ganzes samt der inneren Raum- und Bauteilstruktur der Geschosse auf einem Blick real sichtbar. Ausgestattet mit „digital gedruckten Teppichen“ wird das Geometriemodell in der Art eines Raumbuches per QR-Code virtuell belebt. Die eingebundenen BIM-Informationen lassen sich so mittels Smartphone oder Tablet aufrufen. Vereint sind Form und Inhalt.

Das BIM.together zur BAU 2017 erfolgt daten- und prozessintegriert am wirklichen Objekt und dessen fachspezifischen Abbildungen im digitalen und daraus 3D-gedrucktem Modell. Die Datenintegration wird durch die DIN SPEC 91400 in Form der BIM-Klassifikation nach STLB-Bau realisiert, da die darin standardisierten Bauteileigenschaften im gleichen Sinne verkettet werden. Die Prozessintegration wird mit der DIN SPEC 91350 für Ausschreibung und Abrechnung, Kostenberechnung nach DIN 276 oder Angebots- und Arbeitskalkulation mit den Einzelkosten der Teilleistungen in den praxiserprobten Austauschphasen erreicht.

Ein kompletter Rundgang bei BIM.together ist zu empfehlen. So werden auf den Ständen C3.302 - Dr. Schiller und Partner sowie C3.528 - f:data praktische Anwendungen der BIM-LV-Container mit den integrierten Kosten und Leistungen anhand von DBD-KostenKalkül, DBD-BIM plus Revit Plug-In und nextbau gezeigt. Auf den Ständen A1.129 - Beuth Verlag, EW.10 - VDI Verein Deutscher Ingenieure und EW.02 - Verlagsgesellschaft Rudolf Müller geht es um die miteinander vernetzten Regeln der Technik. Der kooperative BIM-Geist wird am gemeinsamen Gebäudemodell mit verschiedenen Inhalten real und virtuell erlebt.

In alter Frische

Ihr Klaus Schiller


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