Schillerblog.de - der Schillernde Blick auf die Baubranche

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VDI-Richtlinien im Geschäftsprozess des digitalen Bauens

01.06.2016

Am 12. Mai 2016 feierte der Verein Deutscher Ingenieure - VDI seinen 160. Geburtstag. Im Harz wurde er mit dem Ziel gegründet „alle geistigen Kräfte der Technik zum gemeinsamen Wirken“ zu bündeln. Daher war der VDI auch 1917 ein Mitbegründer des Deutschen Instituts für Normung - DIN. Der VDI ist das Sprachrohr der Ingenieure und schafft mit gegenwärtig rund 155.000 persönlichen Mitgliedern ein Netzwerk von Wissenstransfer und menschlicher Beziehungen. Außerdem sind Normen und Standards die „gemeinsame Sprache zwischen Handelspartnern“, wobei „DIN weltweit die deutschen Interessen vertritt“. VDI-Richtlinien und DIN-Normen sind die Regeln der Technik, die das Bauen aller am Bau Beteiligten bestimmen.

Sieben Jahre nach der ersten Version von Baunormenlexikon.de erscheint im Juni auch ein VDI-Baulexikon.de, wobei die VDI-Richtlinien ebenso mit den Geschäftsprozessen von BIM und Ausschreibung über DBD-BIM und STLB-Bau online verknüpft werden. Dies erfolgt über eine Vielzahl von Themen zu Räumen, Bauteilen und Bauleistungen. Das VDI-Richtlinien Baulexikon startet mit 22 Richtlinien, die zukünftig erweitert und ständig aktualisiert werden. Es werden die originalen VDI-Auszüge so leicht verständlich und verlinkt nutzbar wie Wikipedia. In Kooperation mit VDI Verein Deutscher Ingenieure e.V. entstanden so vernetzte Themen zur Anwendung durch Architekten, Bauingenieure und Ingenieure für die Technische Gebäudeausrüstung sowie im Facility-Management.

Die VDI übergreifenden Themensammlungen werden mit einem Stichwortindex und einer Schlagwortsuche über Kategorien wie Schallschutz, barrierefreies Bauen etc. angeboten. In der Analogie zum Baunormenlexikon werden die fachlichen Beziehungen der Regeln der Technik über die Inhalte sichtbar. Zielgenau sind die fachlichen VDI-Ausschnitte mit dem Geschäftsprozess im Bezug zu BIM und Leistungsverzeichnissen nach STLB-Bau verkettet. Beispielsweise werden die Anforderungen an Räume und deren Ausstattungen z.B. aus der Sicht von Barrierefreiheit, Hygiene oder Brandschutz mit den Eigenschaften des räumlichen Bauteilgefüges von BIM verknüpft. Gleichzeitig erfolgt dies mit den Merkmalen der Bauteile und Bauleistungen. So können Informationsbedürfnisse aus dem Geschäftsprozess heraus augenblicklich befriedigt werden. Dies erfolgt durch ein dynamisches und integriertes Zuordnen baukonkreter Inhalte aus verschiedenen VDI-Richtlinien.

Die VDI-Richtlinien wurden geschrieben in der Sprache des Ingenieurs. Es sind „technische Kochrezepte“ für die Anwendung, die weitgehend selbsterklärend sind. Das VDI-Richtlinien Baulexikon dient mit seinen Inhalten der Digitalisierung von Arbeitsprozessen an Bauwerken. Von der Architektur über das modellbasierte Arbeiten mit BIM und den Gewerke übergreifenden Themen des Bauens bis zu dem Verwalten und Bewirtschaften technischer Anlagen und Einrichtungen kann dieser „digitale Geist" der VDI-Richtlinien über das Internet im Portal VDI-Baulexikon.de und integriert in Softwareapplikationen ab Juni genutzt werden.

Das technische Wissen und die Erfahrungen von Ingenieuren in den VDI-Richtlinien werden im aufgabenkonkreten digitalen Arbeiten besonders wertvoll. So dienen sie einer sicheren Orientierung im BIM-Prozess, weil es vertrauenswürdige und verlässliche Fakten sind, aus denen wir sogar Leistungen und Kosten ableiten. Durch die direkte und indirekte digitale Vernetzung wird aus dem VDI-Richtlinien Baulexikon eine geistige Erkenntnisquelle.

In alter Frische

Ihr Klaus Schiller


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