Die E-Rechnung kommt und ist ab Mai 2020 in nextbau integriert

Die E-Rechnung kommt und ist ab Mai 2020 in nextbau integriert
Schiller-Blog - Der Schillernde Blick auf die Baubranche

Die E-Rechnung kommt und ist ab Mai 2020 in nextbau integriert

01.05.2020
Eine per E-Mail versendete Rechnung als PDF-Datei ist menschenlesbar, aber mangelhaft elektronisch auswertbar. Eine E-Rechnung widerspiegelt indes viele duale Sichtweisen. Sie ist der Spiegel von Beziehungen zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer bzw. Besteller und Lieferant einschließlich deren Beziehungen zum jeweiligen Finanzamt. Eine Rechnung ist eine Ausgangs- und Eingangsrechnung zugleich. Daher soll eine elektronische Rechnung mit fachlich standardisierten Angaben auch maschinenlesbar weiter verarbeitbar sein.
Eine gesetzliche Pflicht hierzu wurde mit der E-Rechnungsverordnung geschaffen. Diese gilt für das öffentliche Auftragswesen ab dem 27.11.2020. Dann müssen die Lieferanten des Bundes ihre Rechnungen elektronisch nach dem Format XRechnung zusenden. Wer dies ignoriert, bekommt seine Abrechnung nicht bezahlt, weil seine Rechnung einfach nicht angenommen wird. Die XRechnung ist der Standard für eine E-Rechnung bei öffentlichen Auftraggebern und beruht auf dem strukturierten Datenaustausch nach der DIN EN 16931.
Mit der XRechnung werden die Rechnungsdaten strukturiert als XML-Format zur Verfügung gestellt. Es ist eine Art digitale Formulartechnik in der Einheit von Semantik und Syntax. In Analogie zu den Dynamischen BauDaten gibt es Merkmale als „Business Terms“ (BT) für Fragen zu den Rechnungsinhalten, wie z. B. (BT-10: Buyers reference?). Die Antwort im Sinne einer Ausprägung wäre für (BT-10: Leitweg-ID!). Damit wird der Empfänger der Rechnung (Buyer) für eine rechtssichere Zustellung ähnlich einer IBAN digital adressiert.
Solche XML-basierten semantischen E-Rechnungen lassen sich maschinell vernetzen und auswerten. Die E-Rechnungen werden sicher im B2B-Geschäft ebenso eine Pflicht. Für die Fakturierung komplexer Bauleistungen reicht die XRechnung mit den Kernelementen einer elektronischen Rechnung nicht aus. Dafür ist ein Bezug zu den Leistungen mit den Mengen, Qualitäten und ihrer Vergütung „à la LV“ nötig. Für solch eine „rechnungsbegründende Unterlage“ würde sich die XML-Datei „GAEB DA 89“ als ein Anhang zur XRechnung eignen.
Eine E-Rechnung sollte menschen- und maschinenlesbar sein, quasi als PDF- und XML-Datei zugleich. Solch ein hybrides Datenformat bietet ZUGFeRD 2.0 an. Eine XML-Datei für die Maschine ist synchron eingebettet in das Sichtformat einer PDF/A-3 Datei, wobei die „steuerlich verbindlichen Angaben der Rechnung beider Versionen identisch sein müssen“. Das ZUGFeRD-Format hat bei Unternehmen im B2B-Geschäft eine praktische Bedeutung. Für die öffentliche Verwaltung ist dagegen die XRechnung der deutsche Standard.
Aus diesen Gründen unterstützen wir nach dem E-Rechnungsgesetz folgende drei Arten von elektronischen Rechnungen ab der Mai-Version 2020.1 von nextbau :
  1. GAEB DA 89 als XML-Datei mit allen relevanten Rechnungsdaten und einem vollständigen Leistungsverzeichnis mit allen aufgegliederten Positionen
  2. XRechnung v1.2.2 als XML-Datei (wählbar: UBL 2.1 oder CII D16B) mit allen relevanten Rechnungsdaten, wobei eine PDF-Rechnung angehängt werden kann
  3. ZUGFeRD 2.0 als PDF/A-3 Datei mit allen relevanten Rechnungsdaten und einer eingebetteten XML-Datei nach dem Format CII D16B
Als Initiator des BIM-LV-Containers nach der DIN SPEC 91350 sehe ich einen logischen Zusammenhang zwischen der modellbasierten Rechnungslegung und BIM. So lassen sich das IFC-Bauwerksmodell verlinkt mit den LV-Modellen nach „GAEB DA 89“ in BIM-LV-Abrechnungscontainern mit den eindeutigen Verortungen der Leistungspositionen an die XRechnung für Abschlagsrechnungen und Schlussrechnung anhängen und aufbewahren.
In alter Frische
Ihr Klaus Schiller

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Die grafische Baukalkulation hat eine große Zukunft - daran glaubt Klaus Schiller seit 20 Jahren. Er will aus Bildern Kostenberechnungen machen.
Interview in bi BauMagazin


 
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