Integration der Kosten Technische Gebäudeausrüstung (TGA-KO) in DBD-BIM

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Integration der Kosten Technische Gebäudeausrüstung (TGA-KO) in DBD-BIM

01.03.2022
Das Instrument „TGA-KO“ wurde 1995 von der Vermögens- und Hochbauverwaltung Baden-Württemberg entwickelt, um Kosten für die technische Gebäudeausrüstung zu ermitteln. In dazugehörigen Excel-Versionen wurden diese für die Kostenkalkulation entsprechend dem Planungsfortschritt in Grob- und Einzelkosten nach der DIN 276 aufgegliedert und auf Basis von Bruttopreisen und einem Baupreisindex des Statistischen Bundesamtes aktualisiert. Mit DBD-BIM wird TGA-KO nun baudynamisch aktualisiert und ist softwareübergreifend nutzbar.
Die Positionen von TGA-KO wurden in Merkmalen und Ausprägungen aufgespaltet und mit DBD-BIM werden diese flexibel generiert und wissensbasiert kalkuliert. Der Zugang erfolgt über Mustervorlagen in DBD-BIM. Darin werden in einem Suchbaum von TGA-KO Fein- und Grobelemente abgebildet. Dies erfolgt positionsweise mit einer Elementbeschreibung sowie regionalen Preisanteilen und Zeitansatz inklusive TGA-KO Schlüssel. Diese Nummer ist eine frei erweiterte DIN 276 Klassifikation, womit die Baukosten danach aufgegliedert werden.
Die Positionen der TGA-KO sind nach Feinelementen für Bauteile und nach Grobelementen für Anlagen gruppiert. Die bauteilorientierten Feinelemente sind mit der DIN-BIM Cloud inkl. Baunormenlexikon vernetzt und es erfolgt eine Auflistung von 1 bis n Einzelleistungen nach STLB-Bau. Die anlagenorientierten Grobelemente sind aggregierte Bauteile in Form einer funktionalen bzw. komplexen Leistungsbeschreibung. Die TGA-KO Elemente sind über die DIN 276, Schlagworte etc. vernetzt, womit sich die Kosten finden und auswerten lassen.
TGA-KO bietet Orientierungswerte für die Planung der Technischen Gebäudeausrüstung an. Es sind Ausgangsinformationen für die Kostenschätzung von konkreten Baumaßnahmen und die Mustervorlagen helfen bei einer schnellen Entscheidungsfindung. Zugleich lassen sich die Kosten- und Leistungsdaten für die einzelnen Elemente strukturiert anpassen. Die Leistungen sind inklusive dem normativen Wissen der DIN-BIM Cloud konfigurierbar und die damit vorkalkulierten Teilkosten können mit eigenen Erfahrungswerten abgewandelt werden.
Die Elemente der TGA-KO sind für die Technikgewerke in den Kostengruppen-KG 400 und für die technischen Anlagen im Außenbereich in der KG 550 der DIN 276 aufgeführt. Dafür wird z. B. die KG 411-Abwasseranlagen wie folgt erweitert. Die 411 4 gilt für Abscheider im Gebäude und der Fettabscheider erhält den Index 3, woraus sich der TGA-KO Schlüssel: 411 4.3 ergibt. Mit dieser freien TGA-KO Klassifikation nach der DIN 276 kann man in DBD-BIM suchen und daraus lassen sich Kostenelemente konfigurieren, die BIM kompatibel sind.
Mit der softwareintegrierten API von DBD-BIM kann die TGA-KO auf digitale Art und Weise vielfältig benutzt werden. Praktisch erfolgt ein synchronisierter Datenaustausch, womit die Inhalte der TGA-KO direkt in allen Softwareapplikationen anwendbar sind, welche die API von DBD-BIM eingebunden haben. Derzeit sind es über 20 Anwenderprogramme. Dies sind BIM-CAD Softwarelösungen wie z. B. Revit, ARCHICAD, Komplexlösungen wie iTWO und eine Vielzahl namhafter AVA-Programme sowie Anwendungen zur Baukalkulation.
Die einfachste und sofortige Nutzung von TGA-KO bietet die DBD-BaukostenApp als Ersatz der Excel-Version. Zusätzlich verbindet diese App durch DBD-BIM die bauteilorientierte Kostenermittlung nach der DIN 276 mit verpreisten Leistungsverzeichnissen nach STLB-Bau. Für die Feinelemente werden dazu objektindividuelle LV-Vorlagen mit Preisanteilen nach EFB 223 gemäß Stunden, Löhne, Stoffe, Geräte und Sonstiges aufgeteilt.
Für die Grobelemente werden baudynamische Heuristiken aktiviert und insgesamt werden die Kosten in der Verwandlung von Leistungsprogramm und Leistungsverzeichnis sichtbar.
In alter Frische
Ihr Klaus Schiller

Kommentare (1)

Prof. Henning Balck: TGA-KO
13.04.2022 20:05 Uhr
In den gezeigten Seiten ist kein Beispiel für TGA Kostenstrukturen zu finden. TGA KO war mit der 5-6 stelligen Erweiterung der DIN 276 ein methodischer Schlüssel auch für Lebenszykluskosten von Bauteilen. Was kann DPD BIM auch ohne BIM-Software ?

Prof. Henning Balck
IPS-Institut
Mobil 0171-890 6192
balck@ips-institut.de
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Die grafische Baukalkulation hat eine große Zukunft - daran glaubt Klaus Schiller seit 20 Jahren. Er will aus Bildern Kostenberechnungen machen.
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