Die VOB definiert auch Informationsanforderungen für den BIM-Prozess

Die VOB definiert auch Informationsanforderungen für den BIM-Prozess
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Die VOB definiert auch Informationsanforderungen für den BIM-Prozess

01.09.2019
Die Menschen erklären die Welt mit ihren eigenen Definitionen. In der Welt des Planens und Bauens gilt dies speziell für die technischen Spezifikationen (TS). Im Anhang TS der VOB/A wird deren Bedeutung für die Vergabeunterlagen damit erklärt, dass die darin „enthaltenen technischen Beschreibungen …, den vom Auftraggeber beabsichtigten Zweck erfüllt“. Es sind genau diese geforderten Eigenschaften, die in der Leistungsbeschreibung nach § 7 der VOB/A den praktischen Sinn für die Vertrags-, Qualitäts- und Kostensicherheit entfalten. Mit STLB-Bau gibt es dafür eine brillante und tausendfach bewährte Anwendung.
Das Bauen ist abstrakt gesehen: „Transport und Transformation von Materie, Energie und Information“. Konkret wird aus den zu transportierenden Materialien durch Arbeit und Wissen das räumliche Bauteilgefüge, sprich das Bauwerk vor Ort, geschaffen. Dies erfolgt über reale Bauleistungen, die in der VOB/C durch Allgemeine Technische Vertragsbedingungen (ATV) generell und in STLB-Bau faktisch definiert sind. Diese „Bauarbeiten jeder Art“ werden manuell oder maschinell an Bauteilen erbracht und erfordern dafür Stoffe, Arbeitsleistungen und Know-how, wodurch sich z. B. Transportbeton in eine Betondecke verwandelt.
Aktuell erscheint die VOB 2019. Der Teil A ist mit der Veröffentlichung im Bundesanzeiger bereits im März in Kraft gesetzt worden. Von den 54 ATV des Teiles C wurden 14 ATV fachtechnisch überarbeitet. Die baufachliche Verschmelzung der ATV-Aussagen mit den STLB-Bau Inhalten ist bereits datentechnisch umgesetzt. Damit erfüllt STLB-Bau die Informationsanforderungen der VOB 2019. Die Anwender können auf die originalen DIN-Abschnitte und auf die „Änderungen im Detail“ über baunormenlexikon.de zugreifen. Zudem sind sie vernetzt mit STLB-Bau oder DBD-BIM im Arbeitsprozess sofort verfügbar.
Klassisch werden die Informationsanforderungen in der VOB sowie im Vergabehandbuch als vom Auftraggeber „geforderte Unterlagen“ bezeichnet. Für das modellbasierte Arbeiten im BIM-Prozess ist es daher folgerichtig, solche inhaltlichen Ansprüche in den Beziehungen zu einem digitalen Bauwerksmodell aufzustellen und zu prüfen. Das sollte sinnvoll durch bereits standardisierte Eigenschaften mit Bezug auf ein IFC-Modell erfolgen, damit die Akteure im BIM-Prozess softwareneutral analog der VOB/A § 7 „die Beschreibung im gleichen Sinne verstehen“. Eine zweckvolle Recherche von Bauteileigenschaften bietet die DIN BIM Cloud.
Die DIN BIM Cloud ist eine BIM Content Bibliothek plus Online-Management und wird ab Oktober in DIN-Bauportal eröffnet. Sie ist mit dem in den ATV zitierten DIN-Normenwerk und mit den STLB-Bau-Leistungen im Detail verknüpft. So wurde z. B. nicht nur die ATV DIN 18336 „Abdichtungsarbeiten“ an die Normenreihe DIN 18531 bis 18535 angepasst, sondern auch in STLB-Bau und damit in der DIN BIM Cloud umgesetzt. Dies betrifft u. a. die Abdichtungsbauweise mit Gussasphalt, die Dachabdichtung und die erdberührten Bauteile.
Die Informationsanforderungen im BIM-Prozess werden kurz als AIA (engl.: EIR) bezeichnet. Ursächlich stand das A für Auftraggeber- und nun für Austausch-Informationsanforderungen laut DIN EN ISO 19650-1. Es sind Anforderungen an die Akteure im BIM-Prozess im Sinne einer alpha-numerischen Kollisionsprüfung. Dies vollzieht sich vom „Aufstellen der AIA“ über das „Verknüpfen der AIA mit dem IFC-Modell“ bis zur „Prüfung des IFC-Modells anhand der AIA“. Dabei wird medial ein Triple A offenbar: Auftraggeber, Austausch und Akteure.
Zeitnah zur Veröffentlichung der DIN BIM Cloud bieten wir dafür mit „DBD-Connect“ eine CAD-unabhängige und multiuserfähige Anwendung an. Auf der BIM World München 2019 wollen wir zeigen, wie die VOB 2019 auch im Verbund mit STLB-Bau und der DIN BIM Cloud das Informationsmanagement im BIM-Prozess vor, mit und nach CAD definiert.
In alter Frische
Ihr Klaus Schiller

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Die grafische Baukalkulation hat eine große Zukunft - daran glaubt Klaus Schiller seit 20 Jahren. Er will aus Bildern Kostenberechnungen machen.
Interview in bi BauMagazin

 
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