Die „spukhafte Fernwirkung“ von DBD in der BIM-Kalkulation

Die „spukhafte Fernwirkung“ von DBD in der BIM-Kalkulation
Schiller-Blog - Der Schillernde Blick auf die Baubranche

Die „spukhafte Fernwirkung“ von DBD in der BIM-Kalkulation

01.11.2018
Einsteins „spukhafte Fernwirkung“ aus der Quantentheorie ist heute kein Spuk mehr. Es ist ein Phänomen, was den menschlichen Geist verzweifeln lässt, aber es funktioniert real und wird auch unsere IT-Zukunft mit Quanten-Technologien prägen. Im Absurden liegt manche Quelle der Erkenntnis. So hat Newton beim Gravitationsgesetz auch von einer „Kraftwirkung auf Distanz“ gesprochen. Analog gedacht ermittelt die BIM-Kalkulation eine Kostenwirkung aus der digitalen Ferne des Gelände- und Bauwerksmodells.
Die Kosten resultieren aus der Wechselwirkung von Mengen und Werten. Alles beginnt mit diesen Zweierverhältnissen. Vom Ganzen bis zum Kleinsten und das Große beginnt oft im Kleinen. Das Ganze besteht aus einer Fülle detaillierter Mengen- und Wert-Beziehungen. Es ist ein variationsreicher Mengen- und Wert-Dualismus, der kalkulatorisch von der nach der DIN 276 klassifizierten baulichen Anlage bis zu den Einzelkosten der Teilleistungen (EKT) nach der Kosten- und Leistungsrechnung (KLR-Bau) alles mit allem verknüpft.
Im Prozess des Bauens werden Baustoffe durch Arbeiten der Gewerke in Bauteile und diese in Bauwerke transformiert. Wirtschaftlich nennt man das Wertschöpfung, weil sich die Menge der Baustoffe durch die Bautätigkeit in eine Menge von Bauteilen des Bauwerkes mit einem höheren Wert verwandelt. Die Gesamtleistung ist somit die Summe aus der Wertschöpfung und den Vorleistungen, die sich wiederum rückführend analog aufgliedern lassen. Die BIM-Kalkulation wirkt über die Ausführenden rekursiv, weil mit vielen ursächlich bewirkenden Kostenquanten in Form von verschränkten Mengen- und Wertansätzen zu kalkulieren ist.
Die Kostenwirklichkeit ist eine Überlagerung vieler Zustände beim Planen und Bauen, wobei die Kostenpositionen sich beziehungsreich begegnen und auflisten lassen. Die Vielfalt der Bauteile und der daraus ableitbaren Bauleistungen mit den Gewerken und Baubeteiligten verursacht direkt Löhne, Stoffe, Geräte und sonstige Kosten. Zu diesen EKT sind indirekt erforderliche Deckungsbeiträge für Gemeinkosten (BGK, AGK) plus Wagnis und Gewinn laut KLR-Bau zu verrechnen. Durch Verknüpfung solcher Kosten- und Leistungsmodelle (GAEB) mit dem digitalen Bauwerksmodell (IFC) lässt sich vereint die ganze bauliche Anlage nach DIN 276 im kleinsten Kostenansatz (Urkalkulation bzw. EFB 221-223) zauberhaft erblicken.
Die Kalkulationsmuster der Bauaufträge mit den Bauleistungen sind über die Eigenschaften der Bauteile laut „ BIM-Klassifikation nach STLB-Bau “ mit den geometrischen Strukturen des räumlichen Bauteilgefüges verbunden. Ändern sich die Mengen oder die Werte, so ändern sich generell die Kosten. Dies gilt für die gesamte Geometrie des Bauwerkes genauso, wie für die kleinsten Angaben zur Kalkulation, sei es der Kalkulationslohn für Dachdecker oder ein Materialpreis für Kleber. Modellbasiert hängt alles mit allem zusammen. Gemeinsam mit STLB-Bau aktivieren die DBD-Kostenansätze so die BIM-Kalkulation im Speziellen.
Einer dynamischen Verflechtungsmatrix gleich werden Bauteilstrukturen mit Rezepturen von Leistungen und detaillierten Kalkulationsangaben für Bedarfsmengen und Bewertungen mit Geld mobilisiert. Damit lässt es sich wunderbar graphisch kalkulieren. Die BIM-Kalkulation ist keine klassische Textaufgabe, sondern ein modellbasierter Mengen- und Wertalgorithmus.
Gekoppelt mit Dynamische BauDaten wird bei der Bearbeitung der geometrischen Struktur eines räumlichen Bauteilgefüges zeitgleich kalkuliert. So kann z. B. ein Bauwerksmodell in Revit, das irgendwo auf einem Rechner liegt, mit dem webbasierten DBD-BIM aus der Ferne kalkuliert werden. Dies kann ebenso mit DBD-Kostenkalkül erfolgen, sei es aus Zeichnungen heraus oder über eine IFC-Datei, wobei stets eigene Kalkulationsangaben einfließen können.
In alter Frische!
Ihr Klaus Schiller

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Die grafische Baukalkulation hat eine große Zukunft - daran glaubt Klaus Schiller seit 20 Jahren. Er will aus Bildern Kostenberechnungen machen.
Interview in bi BauMagazin

 
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