„Open BIM“ in der praktischen Anwendung mit DBD-BIM und DBD-Connect

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Schiller-Blog - Der Schillernde Blick auf die Baubranche

„Open BIM“ in der praktischen Anwendung mit DBD-BIM und DBD-Connect

01.11.2022
„Open BIM“ ist eine Arbeitsweise für den offenen Austausch von digitalen Bauwerksmodellen mit den damit verknüpften Informationen in den Arbeitsabläufen von Planen, Bauen und Betreiben. Damit können Anwender unterschiedlicher Softwaresysteme zusammenwirken und die Daten in den BIM-Prozessen im gleichen Sinne verarbeiten und austauschen. Dazu sind Standards notwendig, wie z.B. das zentrale IFC-Format nach der DIN EN ISO 16937, wobei geometrische Daten mit den Eigenschaften des Bauwerksmodells abgebildet werden.
Das softwareunabhängige IFC-Modell ist ein geometrischer Informationsträger in der Einheit von Behältnis und Inhalt zugleich. Für ein „Open BIM“ sind die geometrisch in Beziehung stehenden BIM-Elemente möglichst mit standardisierten technischen Spezifikationen zu beschreiben. Dazu sind die bereits vielfach genormten Eigenschaften nach DIN/EN/ISO von Bauteilen und Bauprodukten bestens geeignet, indem diese nach IFC-Elementen klassifiziert und mit den standardisierten Bauleistungen nach STLB-Bau verknüpft werden.
Die Zusammenhänge zwischen den Standards von IFC-Elementen, DIN-Normen, STLB-Bau und vielfältigen Klassifikationen werden bauteilorientiert in der DIN BIM Cloud sichtbar. Für den transparenten Datenfluss bieten die Dynamischen BauDaten dazu zwei Arbeitsverfahren an, wobei der „Open BIM“ Datenaustausch mit DBD im Detail und im Ganzen anwendbar ist:
  1. Im Detail mit DBD-BIM: Softwareintegrierter Datenaustausch mit LOI- und BIM-Keys
  2. Im Ganzen mit DBD-Connect: Dateibasierter IFC-Datenaustausch inkl. DBD-BIM
DBD-BIM ergänzt baufachlich (DIN/EN/ISO Normen) und länderspezifisch (STLB-Bau) den semantischen Anteil von IFC. Anwendungsübergreifend verbindet DBD-BIM Menschen und Software mit den Standards der DIN BIM Cloud und dem modellbasierten Textsystem von STLB-Bau. Diese Art von „Open BIM“ im Detail ist eine BIM-Datenintegration für konkrete Anwendungsfälle (AWF). Damit liegt für den BIM-Masterplan des Bundes zum „AWF 110: LV“ eine fertige Lösung vor: „Ableitung von LV-Positionen auf Basis modellbasiert ermittelter Mengen sowie damit verknüpfter Vorgänge, Leistungspositionen und Teilleistungen“.
DBD-BIM bietet mit der Version 10-2022 eine Vielzahl gepflegter und erweiterter Daten an. Neben der ständigen Aktualisierung der STLB-Bau Inhalte und DIN-Normen wurden auch die DBD-Baupreise für die Kostenplanung nach DIN 276 und EFB 223 für STLB-Bau und die BIM-Elemente intensiviert. Dabei ist die vollständige Integration des Kosten-Konfigurators zur „TGA-KO“ in den DBD-BIM-Mustervorlagen für öffentliche Verwaltungen hervorzuheben, womit auch der „AWF 100: Mengen- und Kostenermittlung“ unterstützt wird.
In den „Open BIM“ Prozessen sind zudem Klassifikationen nötig, damit das softwareneutrale IFC-Modell für die Anwendungsfälle auswertbar wird. Daher verknüpft DBD-BIM die IFC-Daten mit externen Klassifikationen, wie z.B. der DIN 276 für die Kostenermittlung oder der BIM-Klassifikation nach STLB-Bau für die Leistungsbeschreibung. DBD-BIM verbindet nun auch IFC mit den Klassifikationen von CAFM-Connect und AMEV für FM-Anwendungen.
Für ein „Open BIM“ im Ganzen verbindet DBD-Connect die Softwarelandschaften von CAD, AVA, Bauauftragsrechnung und Facility Management über dateibasierte IFC-Modelle. So können importierte IFC-Dateien mit dem integrierten DBD-BIM qualifiziert, bearbeitet und wieder als IFC-Datei, BIM-LV-Container, GAEB-Datei etc. exportiert werden. DBD-Connect legt IFC-Projekte an, die für BIM-Anwendungsfälle als Vorlagen wiederverwendbar und mit Dokumenten verknüpfbar sind.
IFC-Modelle sind mit DBD-Connect modulartig benutzbar. So lassen sich darin mit DBD-BIM die IFC-Elemente spezifizieren und die Kosten ermitteln. Zudem können nutzerspezifische BIM-Elemente ergänzt sowie Informationsanforderungen (AIA) erstellt und geprüft werden.
In alter Frische
Ihr Klaus Schiller

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Die grafische Baukalkulation hat eine große Zukunft - daran glaubt Klaus Schiller seit 20 Jahren. Er will aus Bildern Kostenberechnungen machen.
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