Die Mutation der DBD-Bauteile über DBD-KostenElemente zu DBD-BIM

Die Mutation der DBD-Bauteile über DBD-KostenElemente zu DBD-BIM
Schiller-Blog - Der Schillernde Blick auf die Baubranche

Die Mutation der DBD-Bauteile über DBD-KostenElemente zu DBD-BIM

01.03.2021
Derzeit sind die Mutationen in aller Munde und mit dem Corona-Virus wirken sie gespenstig. Der Dresdner Kabarettist Wolfgang Schaller vermutete mit Nichtwissen: „…Mutanten mit allen unbekannten Verwandten…“. Da habe ich heiter gelacht und über die Mutation der Dynamischen BauDaten nachgedacht. Die Mutation ist ein Baumeister im Wunderwerk der Natur. Sie beschreibt die Verwandlung, die durch einen evolutionären Algorithmus mit den drei Strukturelementen von Variation, Selektion und Rekombination geprägt ist.
Die Variationen sind Optionen im Gegensatz zur Alternativlosigkeit. Es gibt Möglichkeiten zur Auswahl. Bei den Dynamischen BauDaten sind es vielfältige Eigenschaften, die in Form von Merkmalen und Ausprägungen, kombinierbar sind. So mutieren die Dynamischen BauDaten in den Anwendungen. Variieren einzelne Eigenschaften, so werden die zutreffenden Leistungen und Kosten dynamisch abgeändert. Bei STLB-Bau sind es die Beschreibungen von Bauleistungen. Bei DBD-KostenAnsätze werden die Einzelkosten der Teilleistungen und mit DBD-BauPreise die Preisanteile Löhne, Stoffe, Geräte und Sonstiges regional nivelliert.
Die Anwendungen der Dynamischen BauDaten sind selbst das Ergebnis eines ständigen Entwicklungsprozesses. Dies erfolgt über die Optionen von „Versuch und Irrtum“. Somit mutieren auch die Anwendungen. Besonders dramatisch war dies beim Wandel der DBD-Bauteile zu DBD-BIM mit einem Aufwand von mittlerweile 120 Personenjahren. Es begann 1996 mit der Logik, dass Bauleistungen über Bauteile am Bauwerk erbracht werden. So haben wir mit der RIB Bausoftware die DBD-Bauteile entwickelt. Die damalige CAD-Software RIBCON und die AVA ARRIBA dienten als Praxistest, aber der Erfolg am Markt blieb aus.
Die Verknüpfung der DBD-Bauteile mit den herstellerspezifischen CAD-Lösungen war zu umständlich. Wir stellten diese Entwicklung ein und folgten der Elementmethode, die in AVA-Lösungen mit Faustformeln für Kosten- und Leistungsrezepturen benutzt wurden. Effektvoll konnten wir die aus den DBD-Bauteilen abgeleiteten DBD-KostenElemente präsentieren. Aber in Verbindung mit CAD waren diese Heuristiken nicht passgenau. Dies änderte sich auch nicht, als wir die DBD-KostenElemente mit den IFC-Objekten verknüpften.
Daraus reifte die Erkenntnis, dass man die DBD-KostenElemente IFC-klassifiziert mit bereits standardisierten Bauteileigenschaften neu harmonisieren muss. Mit der „ BIM-Klassifikation nach STLB-Bau “ gelang uns dieser Weg und 2014 mutierte daraus die erste Version von DBD-BIM. Über einen BIM-Key lässt sich die Variation, Selektion und Rekombination der BIM-Objekte softwareübergreifend vereinen und verknüpftes Wissen zielführend benutzen.
DBD-BIM und Variation: Das Variieren von standardisierten Eigenschaften erfolgt durch Merkmale und Ausprägungen aus der normativen Wissensbasis der DIN BIM Cloud.
DBD-BIM und Selektion: Mit Hilfe des selbsterklärenden Ordnungssystems der DIN BIM Cloud ist die Auslese frei konfigurierbar. BIM-Objekte sind zudem als Best Practices in Form von dynamischen Mustervorlagen für Projekt- oder Bürostandards selbst organisierbar.
DBD-BIM und Rekombination: Über die im BIM-Key codierten Eigenschaften der DIN BIM Cloud sind die BIM-Objekte mit jeder DBD-BIM integrierten Software wieder rekombinierbar und können prozess-, aufgaben- und personenübergreifend verändert und verfeinert werden.
Der BIM-Key ist eine Art Bau-DNA. Es werden Informationen gespeichert, die über duale Bausteine von „Merkmal-Ausprägung“ verkettet sind. Die Variation einer Eigenschaft führt zur Mutation. Würde man in Analogie bei dem Namen Schaller das „a“ durch ein „i“ tauschen, so würde man bei Schiller landen. Seine Denkweise wäre durch DBD-BIM geprägt. Er würde die zwei Worte „allen unbekannten“ mit den zwei Worten „den liebsten“ tauschen. Mit Wissen vermutet er dann: „…Mutanten mit den liebsten Verwandten...“. Das sind die dynamischen BIM-Favoriten, die jeder individuell mit DBD-BIM nach der DIN BIM Cloud benutzen kann.
In alter Frische
Ihr Klaus Schiller

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Die grafische Baukalkulation hat eine große Zukunft - daran glaubt Klaus Schiller seit 20 Jahren. Er will aus Bildern Kostenberechnungen machen.
Interview in bi BauMagazin


 
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