DBD-Linking verbindet Fach- und Produktinformationen im BIM-Prozess

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Schiller-Blog - Der Schillernde Blick auf die Baubranche

DBD-Linking verbindet Fach- und Produktinformationen im BIM-Prozess

01.03.2024
Man kann nur mit dem Bauen, was da ist. Es sind die realen Ressourcen, die das wirkliche Bauen prägen. Das sind Bauleute, die verfügbares Material mit den nötigen Informationen und einer konkreten Technologie in Bauwerke als räumliches Bauteilgefüge verwandeln. Die manuelle sowie maschinelle Verarbeitung von Materialien in Form von Bauteilen konkreter baulicher Anlagen findet durch Bauleistungen als Werklieferung statt. Es sind Bauarbeiten jeder Art, die in der Einheit von „Energie, Materie und Information“ zusammenwirken.
Im Grunde genommen ist alles Information, die lebendig oder vergegenständlicht in geistiger und körperlicher Art eine Wirkung entfaltet. Da jede Information eine Auswahlinformation ist, kann DBD-Linking baudynamisch über die Vielfalt beliebiger Merkmale und Ausprägungen baufachliche Zusammenhänge sichtbar machen. Pragmatisch und einfach kann dies auch über gesammelte Auswahlpositionen in Form von Mustervorlagen erfolgen. In beiden Fällen wird ein Einstieg in das bausemantische Netzwerk der Dynamischen BauDaten verursacht.
Im Verlauf vom digitalen Planen, Bauen und Betreiben erweitern und verändern sich die Informationsinhalte zutiefst. Ausgehend von baugesetzlichen Anforderungen und den Regeln der Technik, wie Normen, Richtlinien und Standards steht das Bauwerksinformationsmodell im Mittelpunkt. Mit dessen geometrischer Vielfalt und den sehr variablen Eigenschaften von Funktionen, Räumen, Bauteilen und Materialien unterliegen die Informationen einem starken Wandel in der Kosten- und Leistungsrechnung beim realen Planen, Bauen und Betreiben.
DBD-BIM konfiguriert hierfür Bauteile und verlinkt diese mit Regeln der Technik und vielen Klassifikationen zum Ordnen nach IFC, DIN 276 u. a. Dabei werden Beschreibungen von Leistungen aufgegliedert und Kosten nach Preisanteilen generiert. Ein Charakteristikum im BIM-Prozess ist die Vernetzung von Produktinformationen als Fachinformationen. Die realen Bauprodukte haben Eigenschaften. Sie werden von Herstellern produziert, beim Bauen verarbeitet und sind im Bauwerk instand zu halten. Die Bauprodukte konkreter Hersteller prägen nach der produktneutralen Ausschreibung die BIM-Informationskette entscheidend.
Es ist der Weg von der neutralen Anforderung zum konkreten Bauprodukt. Sind Daten von Bauprodukt-Herstellern gleichzeitig neutral ausschreibbar? Direkt nicht, aber indirekt wird dies mit STLB-Bau und den damit vernetzten Hersteller-Mustervorlagen möglich. Darin sind die Bauprodukte samt Beschreibungen, Bildern und Dokumenten in einem Zusatzmodul zu STLB-Bau veröffentlicht. In Kenntnis eines konkreten Bauproduktes erhält man wie in einer „Textwaschmaschine“ einen neutralen STLB-Bau Text passend zum gewählten Produkt.
DBD-Linking bietet aber mehr, indem man Bauprodukte zu der aus Wettbewerbsgründen geforderten Neutralität findet. DBD-BIM erzeugt beim Konfigurieren der Bauteile STLB-Bau kompatible Bauleistungen und nutzt dabei die vernetzten Hersteller-Mustervorlagen. Durch auswählbare Merkmale und Ausprägungen werden die Bauprodukte von Herstellern im BIM-Prozess von der „Unschärfe“ bis passgenau angezeigt. Es ergibt sich eine Wechselwirkung zwischen den gleichen Eigenschaften von Bauteilen, Bauleistungen und Bauprodukten.
DBD-Linking bringt die Produktinformationen als Fachinformationen in den BIM-Prozess. In der Praxis erfolgt dies software- und anwenderübergreifend mit DBD-BIM. Nach der Methode der schrittweisen Verfeinerung werden die technischen Spezifikationen von den neutralen Anforderungen der Auftraggeber (AIA) über die neutrale Ausschreibung für die weiteren BIM-Anwendungsfälle erweitert und angepasst. Beim Kalkulieren, Beschaffen, Verarbeiten und Instandhalten sind Informationen zu realen Bauprodukten unerlässlich. Die produktneutralen Beschreibungen werden im Prozess der BIM-Anwendungen produktkonkret gewandelt.
In alter Frische
Ihr Klaus Schiller

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Die grafische Baukalkulation hat eine große Zukunft - daran glaubt Klaus Schiller seit 20 Jahren. Er will aus Bildern Kostenberechnungen machen.
Interview in bi BauMagazin


 
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