Neue Standards für Kosten und Leistungen im Bauwesen anno 2019

Neue Standards für Kosten und Leistungen im Bauwesen anno 2019
Schiller-Blog - Der Schillernde Blick auf die Baubranche

Neue Standards für Kosten und Leistungen im Bauwesen anno 2019

01.02.2019
Mit der im Dezember 2018 neu herausgegebenen DIN 276 - Kosten im Bauwesen werden die Kosten und Leistungen im Bauwesen vertieft klassifiziert. Es wurden die Kostengruppen der DIN 276-1 (Hochbau) und der DIN 276-4 (Ingenieurbau) harmonisiert zusammengeführt und mit den konformen Mengeneinheiten aus der DIN 277-3 ergänzt. Die erweiterte DIN 276 wird ab 2019 für die Anwender brisant, wobei sie für Produkte der digitalen Kostenermittlung und Leistungsbeschreibung einzupflegen und mit den entsprechenden Fachinformationen zu vernetzen ist. Bezüglich STLB-Bau ist die neue DIN 276 ab der Version 2019-04 integriert.
Mit der aktuellen Fassung der DIN 276 wurden die Anforderungen an die Gliederungstiefe für Kostenermittlungen erhöht. Dabei wurde die Ordnungsstruktur mit den Kostengruppen und den Anmerkungen x-fach überarbeitet und präzisiert. So wurden Kostengruppen geändert, umbenannt, gelöscht, aufgeteilt, ergänzt, zusammengefasst und neu geschaffen (KG 800). Dem Stand der Planung und Ausführung folgend sollen nach dem Verursachungsprinzip die Kosten damit korrekter und aussagefähiger den einzelnen Kostengruppen zuordenbar sein. Detailliertere Aussagen und Kommentare hierzu sind im Baunormenlexikon zu finden.
Die DIN 276-klassifizierten Kostengruppen bilden insgesamt einen Kostenrahmen, womit die Kosten geschätzt, berechnet, veranschlagt und festgestellt werden. Vernetzt mit einer analog aufgegliederten Beschreibung des Bauprojektes und den verknüpften Bauleistungen können die wahrscheinlich entstehenden Kosten adäquat den tatsächlich festzustellenden Kosten im Voraus ermittelt werden. Über die Ebenen der Kostengruppen werden Wissen und Erfahrung sachgerecht durch Berechnungsschemata vieler Applikationen verkettet. Dies wurde auch in DBD-BIM integriert, womit BIM-basierte Baukosten nach der DIN 276: 2018-12 mit technisch standardisierten Merkmalen und untergliederten STLB-Bau Positionen berechnet werden.
Im Laufe des Jahres 2019 wird der GAEB-Datenaustausch mit der Version 3.3 erscheinen. Dieser berücksichtigt nicht nur die neue DIN 276, sondern ist vor allem BIM-fähig. Dafür wird eine GUID als Pflichtfeld eingeführt, womit eine Leistung einmalig mit einer eindeutigen ID gekennzeichnet, überall verwendet und referenziert werden kann. Somit sind Bauteile in IFC mit einer Leistung sowie einer Teilmenge in GAEB DA XML 3.3 verlinkbar. Dies ist mit der klassischen und weiterhin gültigen Ordnungszahl (OZ) nicht möglich, da Leistungen und ihre Mengen in verschiedenen LVs unterschiedlich gegliedert werden können. Die GUID‘s für Teilleistungen wurden auf Grund der DIN SPEC 91350 : 2016-11 (BIM-LV-Container) initiiert.
In diesem Jahr wird auch die VOB 2019 herausgegeben. Der Teil C hat mit den allgemeinen technischen Vertragsbedingungen (ATV) einen Bezug zu den Kosten und Leistungen, da die ATV’n als DIN-Normen auch Hinweise zur Leistungsbeschreibung sowie technische Regeln zur Ausführung und Abrechnung von Bauleistungen enthalten. Vom DVA wurden aktuell 13 ATV’n fachtechnisch überarbeitet. So wurde vergleichsweise die komplett umstrukturierte „Bauwerksabdichtung“ der Normenreihe DIN 18531 bis 18535: 2017-07 in die ATV DIN 18338 „Dachdeckungsarbeiten“ und ATV DIN 18354 „Gussasphaltarbeiten“ eingearbeitet.
Zum Ende dieses Jahres wird mit der STLB-Bau -Version 2019-10 in der Offline-Lösung ein Generationswechsel vollzogen. Die Nutzung erfolgt dann deckungsgleich zur erweiterten API von STLB-Bau Online. Dadurch findet eine nahtlose Integration in die Softwareapplikationen mit einer vereinheitlichten und modernen Oberfläche statt. Bidirektional können die Anwender zwischen den individuellen Funktionalitäten der Softwareanbieter und den standardisierten STLB-Bau-Daten interagieren, wobei die ATV-Inhalte der VOB und die DIN-Normen wie aus einem Guss und stets aktuell in die vernetzte Fachwelt eingebettet sind.
In alter Frische
Ihr Klaus Schiller

Kommentare (1)

@butterfly: the@butterfly metamorphosis is the future in construction
14.02.2019 03:34 Uhr
Sehr geehrter Herr Dr.rer.oec. habil., Dipl.-Ing.oec. (Bau) Klaus Schiller
vor Jahren konnte ich Sie im Rahmen einer DBD Veranstaltung kennen.
Sie haben mich geradezu angesteckt mit Ihrer Vision der Metamorphose
im Bauwesen.

Bewerbung: the @butterfly metamorphosis is the future in construction

Building Information Modeling in the Building Materials Industry

Freelancer (bundesweit) vom Home Office
„für alle, die für eine positive Veränderung (Metamorphose) bereit sind.“

@butterfly – Mein Spaziergang mit meiner Tochter 6 Jahre

Während eines Spaziergangs im Pfälzer Wald entdeckte meine Tochter
am Rand des Weges einen wunderschönen Schmetterling. Sie fragte mich:
"Papa, wie kommt den so ein Schmetterling auf die Welt“. Ich erklärte ihr mit
einfachen Worten, die für ein Kind von 6 Jahren verständlich waren, die
Metamorphose des Schmetterlings.

Kurze Zeit später schaute sie mich leicht lächelnd an und sagte zu mir:
„Papa, das ist ja wie bei dir mit dem malen“.

„ Was meinst du?“ fragte ich verwundert.

„Papa du malst doch den Leuten Ihre Häuser und manchmal gehen wir gemeinsam gucken ob die Männer mit den dreckigen Schuhen, die du auch oft anhast, alles richtig schaffen“. entgegnete Sie sehr zu meinen erstaunen. „Ja“, mehr konnte ich in diesem Moment nicht sagen.

„Und wenn alles fertig gemalt und geschafft ist gehen wir nach den Häusern gucken, wie jetzt beim Spazieren,da gucken wir uns ja auch zusammen den Schmetterling an. Das ist doch dasselbe“. sagte Sie. „Die Häuser sehen doch manchmal so schön aus wie der Schmetterling hier“.

„Ja genau mein Schatz, manchmal sehen die Häuser dann so aus wie der wunderschöne Schmetterling hier.Ich liebe dich". Ich nahm Sie in den Arm und wir gingen dann ohne weitere Worte nach Hause.

Die Metamorphose von @butterfly

Aus den befruchteten Gedanken des Bauwunsches entsteht die Raupe von @butterfly. Das Futter der Raupe sind die Vorentwürfe, die Bauanträge, die Werk und Ausführungspläne, die Baukosten und das Material. Am Ende des Raupenstadiums bildet sich die Puppe von @butterfly um die ein schützender Kokon der Bauausführung und Bauüberwachung entsteht.

Verborgen im inneren des Kokons findet die letzte Stufe der Metamorphose statt. Je nachdem wie sich die Puppe ernährt entsteht ein reales und mit allen konstruktiven Details entwickeltes @butterfly 3D Gebäudemodell oder 3D Baustoffmodell.

Ist @butterfly voll entwickelt schlüpft aus dem Kokon ein wunderschönes und nutzbares Gebäude.

Die beiden Butterfly Schmetterlinge „Kleiner Fuchs“ und „Schwalbenschwanz“ können fliegen und von allen am Bau beteiligten mit Begeisterung betrachtet und genutzt werden.

Das Versprechen an meine Tochter

Ich habe meiner Tochter versprochen, dass ich auch anderen Menschen die Metamorphose des Schmetterlings erkläre und ihr gesagt vielleicht wollen die ja auch von mir „Schmetterlinge“ aus der @butterfly Metamorphose.

„Das ist schön“. sagte sie und freute sich. „ und Papa, aber bleib bitte hier bei mir“.

„Ja mein Engel, ich arbeite nur hier in meinem Büro, mit dem Internet kann ich eh für alle arbeiten egal wo sie wohnen und leben.“ antwortete ich Ihr.

Nun sitze ich hier und warte auf Sie da draußen, um das Versprechen meiner Tochter gegenüber einzuhalten.

Mehr über mich und meinem Portfolio erfahren Sie aus den Anlagen und vielleicht entdecken Sie die beiden Schmetterlinge „kleiner Fuchs“ und „Schwalbenschwanz“.

Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit

schöne Grüße aus dem Pfälzer Wald

Ihr @butterfly

Email: butterflykonstruktion@gmail.com
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Die grafische Baukalkulation hat eine große Zukunft - daran glaubt Klaus Schiller seit 20 Jahren. Er will aus Bildern Kostenberechnungen machen.
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