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Das Kausalprinzip in der Kostenkalkulation mit Dynamischen BauDaten (DBD)

01.10.2018
Das Bauen als Ursache hat die Kosten als Wirkung zur Folge. Es ist eine faktische Wahrheit, dass aus der Bautätigkeit sich zwangsläufig Kosten ergeben. Wer baut, sollte daher mit den Kosten rechnen. Insofern ist es mehr als sinnvoll vorab die Baukosten zu planen. Man sollte wissen: Wo entstehen welche Kosten wofür? Das Bauen wird vorwärts erlebt und die Kosten daraus werden rückwärts nacherlebt. Da Bauen und Kosten kausal bedingt sind, wird auch eine Voraussage möglich. Mit Sicherheit entstehen beim Bauen Kosten, aber es ist unsicher, die Kosten zielgenau vorauszusagen. Das Zukünftige ist etwas Erzielbares.
Dieses kausale Dilemma der Kostenkalkulation ist geprägt durch eine Vielzahl von Mengen- und Wert-Gerüsten, die mit der Baumaßnahme verkettet sind und die sich durch zufällige und nichtvorhersehbare Ereignisse ändern. Schon das Wetter, variierende Baustellen- und Beschaffungsbedingungen sowie sonstige Störungen beeinflussen die Voraussage, womit das kausale mit dem wahrscheinlichen zu verbinden ist. Die kalkulatorischen Erfahrungen der Vergangenheit gelten nur modifiziert für die Zukunft, weil die Bauwelt nichtlinear ist und die kalkulatorischen Variablen sich auftrags-, standort- und zeitabhängig wandeln.
Die Kosten werden berechnet aus einer wechselseitigen Abbildung von Mengen und Werten, die man auch als qualitative Variablen bezeichnen kann. Insgesamt werden die Qualitäten mit Geld bewertet und über die Mengen verknüpft. Detailliert wird inhaltlich gerechnet, wobei die Textteile der Leistungsbeschreibungen kalkulationslogisch mit Zahlen verknüpft werden. Durch Aufspalten der Textteile in Merkmale und Ausprägungen werden mit der Technologie der Dynamischen BauDaten diese Begriffe mit der algebraischen Methode vernetzt. So wird eine projektkonkrete Kalkulationsschablone infolge eines Gleichungssystems aktiviert, in der die unbekannte Größe „Kosten“ über das Rechnen mit variablen Begriffen ermittelt wird.
Die Kostenkalkulation ist ein kausaler Gedankengang und im mathematischen Sinne eine Textaufgabe, wobei die kalkulatorische Problemstellung durch eine Baubeschreibung vorgegeben wird. Die Lösung erfolgt durch Aufteilen in Einzelschritte mit der Zuordnung der passenden Rechenvorgänge. So bestehen Bauwerke aus Bauteilen und diese verursachen Bauleistungen sowie Einzelkosten (EKT) für Löhne, Stoffe, Geräte und Sonstige. Allesamt sind variabel durch Eigenschaften ausgeprägt und über ein hierarchisches Mengensystem miteinander verbunden. Diese Mengen sind Behältnis und Inhalt zugleich, wobei sich die Bauwerke durch eine mehrdimensionale Rezepturen-Kaskade von Bauteilen über die Einzelleistungen bis zu den direkten EKT (DBD-Kostenansätze) kausal verketten lassen.
Das Unbekannte wird über das Bekannte abgeleitet. Dies sind die Kalkulationserfahrungen und das Wissen zur objektspezifischen Baubeschreibung mit der Beschaffenheit und Lage der Baumaßnahme. So leiten sich aus der Geometrie des räumlichen Bauteilgefüges die Mengen ab. Verknüpft mit den Eigenschaften und den Beziehungen der Bauteile lassen sich die erforderlichen Leistungen nach STLB-Bau in Leistungsverzeichnissen aufschlüsseln und mit DBD-Wissen werden direkt die EKT als Mengen- und Wertgerüste variabel kalkuliert.
Die weitgehend determinierten Mengen werden mit den wahrscheinlichen Werten verknüpft. Daher ist die Kostenkalkulation mit DBD ein kausaler Datenalgorithmus mit heuristischen Momenten. Modellbasiert werden die „Wirkungsquanten“ der Kosten in Form von Mengen und Werten miteinander verknüpft und detailliert offengelegt. So lässt sich auch in einer BIM-Kalkulation das „Ganze im Kleinsten erblicken“. Im bunten Kosten-Wirrwarr sind die kausalen Dynamischen BauDaten ein variabel anpassbarer Wegweiser. Diese neutral strukturierten Orientierungswerte zeigen die Kalkulationsrichtung für Bauwerke und Bauleistungen an.
In alter Frische
Ihr Klaus Schiller

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